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Glossar

Dekompressionsoperation

Operationstechnik, bei der anatomische Strukturen wie Nerven oder Blutgefäße etc. von einem äußeren Druck entlastet werden. In der Neurochirurgie wird diese Technik bei einem verengten Wirbelkanal angewandt, um die Nervenwurzeln und das Rückenmark von dem Druck zu befreien, der durch zusätzliche Knochenformationen und durch verdickte Bänder verursacht wird.

Diskektomie, ventrale

Vollständige Entfernung einer Bandscheibe von vorne unter Benutzung eines Mikroskopes. Diese Operationstechnik wird vor allem an der Halswirbelsäule eingesetzt, um degenerative Bandscheibenerkrankungen und Verengungen des Wirbelkanals oder Nervenwurzelkanäle zu behandeln. In der Regel ist im Anschluss eine Spondylodese erforderlich.

Facettengelenk

Es wird auch als Wirbelbogengelenk bezeichnet, da es am Wirbelbogen (hinterer Abschnitt des Wirbels) seinen Ausgang hat. Es ist jeweils ein Facettengelenk auf jeder Seite angelegt und verbindet einen Wirbel mit dem nächsten. Zwischen zwei Wirbeln gibt es immer drei Verbindungspunkte: zwei Facettengelenke im hinteren Abschnitt und eine Bandscheibe im vorderen Abschnitt.

Facettengelenksdenervierung

Hitzesondenbehandlung (Thermokoagulation) im Bereich der Wirbelgelenke, um einen sehr kleinen Nerven zu veröden, der in und an der Kapsel des Facettengelenkes verläuft. Dieses Verfahren wird zur Behandlung chronischer Rückenschmerzen eingesetzt.

ISG - Iliosakralgelenk

ISG-Syndrom - Iliosakralgelenk-Syndrom

Schmerzen im Bereich der Wirbelsäule führen häufig zu einer Schonhaltung des Körpers und damit zu einem Ungleichgewicht (Dysbalance) der Rückenmuskulatur. Diese unterschiedliche Belastung auf beiden Seiten verursacht Beschwerden im Bereich der Iliosakralgelenke.

Infiltration

Spezielle Injektionstechnik zum zielgenauen Einbringen von schmerz- oder entzündungshemmenden Medikamenten, zum Teil unter Röntgenkontrolle.

Kinesiotaping

Das Kinesiotaping ist eine Behandlungsmethode, die der japanische Chiropraktiker Dr. Kenzo Kase in den 70er Jahren entwickelt hat. Im Leistungssport ist es längst etabliert. Das Kinesiotape ist ein spezielles selbstklebendes und sehr elastisches Pflaster aus Baumwolle mit einer Acrylbeschichtung, die antiallergen, luft- und wasserdurchlässig ist. Das Tape kann zehn bis 14 Tage getragen werden, da es wasserresistent und nicht bewegungseinschränkend ist. Durch die spezifische Art des Tapens wird eine stimulierende Wirkung auf Muskelpartien, Gelenke sowie das Lymph- und Nervensystem erzielt. Die mechanische Wirkung auf die Haut lindert Schmerzen und reguliert die Muskelspannung. Das Kinesiotaping kann als nebenwirkungsarme Methode bei allen Schmerzzuständen und Verletzungen des Bewegungsapparates angewendet werden.

KTS - Karpaltunnelsyndrom

Einklemmung des Mittelhandnerven (Nervus medianus) im Handgelenkstunnel (Karpaltunnel). Häufige Symptome sind Gefühlsstörungen, insbesondere das nächtliche "Einschlafen der Hand" und das Fallenlassen von Gegenständen.

Kyphoplastie

Minimal invasives operatives Verfahren zur Stabilisierung eines Wirbelkörpers durch Einbringen von Knochenzement nach bzw. bei drohendem Wirbelkörperbruch.

Lumbalpunktion

Entnahme von Nervenwasser (Liquor) mit Hilfe einer Hohlnadel im Bereich der Lendenwirbelsäule (Lumbalkanal). Das entnommene Nervenwasser wird im Labor untersucht, um Erkrankungen des Gehirns und des Rückenmarks nachweisen zu können.

Meralgia paraestetica oder Inguinaltunnel-Syndrom

Isolierte Entzündung des Nervens, der die Haut des Oberschenkels seitlich und vorne innerviert (Nervus cutaneus femoris lateralis). Symptome sind z.B. brennendes Missempfindungen und Gefühlsstörungen an der Oberschenkelaußen- und -vorderseite.

Narbenentstörung

Operations- oder Unfallnarben können die wichtigen Energiebahnen im Körper wie z.B. Meridianverläufe stören oder blockieren. Diese Irritationen oder gar Unterbrechungen des Energieflusses lösen u.U. auch nach Jahren noch Schmerzen aus und verursachen Symptome, die kein Arzt mit bildgebenden Verfahren (Röntgen oder Kernspin etc.) erklären kann.

Folgende Symptome können auf ein Narbenstörfeld hinweisen: 

  • Die Narbe juckt, reagiert druckempfindlich oder ist taub.
  • Die Narbe verursacht Schmerzen oder ein Spannungsgefühl.
  • Der Narbenschmerz strahlt in entfernte Körperregionen aus.
  • Die Narbe ist wetterfühlig.
  • Das Narbengewebe ist farblich verändert, wulstig oder nach innen gezogen.

In unserer Praxis wenden wir die sog. Neuraltherapie an, bei der die Narbe gezielt mit einem lokalen Betäubungsmittel unterspritzt wird. Die wiederholte Anwendung lockert die Bindegewebsstruktur auch mechanisch und löst blockierende Verklebungen und Verwachsungen. Der Energiefluss wird so wieder möglich.

Nukleotomie

Partielle Entfernung einer Bandscheibe unter Benutzung eines Operationsmikroskopes bei gleichzeitig vorliegendem Bandscheibenvorfall. Durchführung unter Röntgenkontrolle.

Ohrakupunktur

Die Akupunktur ist ein Teilgebiet der traditionellen chinesischen Medizin (TCM). Der französische Arzt Dr. Paul Nogier hat daraus in den 50er Jahren die Ohrakupunktur entwickelt. Sie geht davon aus, dass der Mensch in seiner Gesamtheit nochmals in verkleinertem Maßstab in der Ohrmuschel abgebildet ist. Bestimmte Areale in den Ohrmuscheln repräsentieren z.B. Knochen, Gelenke, innere Organe oder Gefäßsysteme, die mit den Akupunkturnadeln behandelt werden. So können Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert und Schmerzen oder Beschwerden gelindert werden.

Die Ohrakupunktur gilt als bewährtes Naturheilverfahren und wird bei vielen Erkrankungen erfolgreich angewendet: bei chronischen Schmerzzuständen, Rückenschmerzen, Spannungskopfschmerzen, Migräne, Schwindel, Tinnitus, Schlafstörungen, Wechseljahrsbeschwerden, Magenübersäuerung, Magengeschwüren, chronischer Bronchitis, Reizblase, Harninkontinenz u.v.m.

PDA - Periduralanästhesie

Verfahren zur Schmerzausschaltung. Einbringen eines örtlichen Betäubungsmittels (Lokalanästhetikum) in den Periduralraum des Wirbelkanals im Bereich der Lendenwirbelsäule. Verwandte Verfahren sind der PDA-Katheter bei Gebärenden und die Rückenmarksnarkose.

SSEP / SEP - Somatosensorisch evozierte Potenziale

Elektrophysiologische Untersuchung der Nervenbahn im Zentralnervensystem, die das Empfinden leitet, z.B. von Arm- (N. medianus) oder Beinnerv (N. tibialis) bis zum Gehirn. Eine Stimulationselektrode setzt den elektrischen Impuls, eine Messelektrode am Kopf misst das elektrische Potenzial und die Laufzeit des Signals bis zum verarbeitenden Zentrum im Gehirn.

Spinalkanalstenose - Spinale Stenose

Wirbelkanalverengung. Im Kanal der Wirbelsäule verlaufen das Rückenmark und die Nervenwurzeln, die durch eine Spinalkanalstenose komprimiert werden. Die Verengung entsteht auf Grund degenerativer Erscheinungen wie Ablagerungen und knöchernen Anbauten an den Wirbelkörpern.

Spondylodese

Wirbelkörperverblockung. Operatives Verfahren zur Versteifung von zwei oder mehreren Wirbelkörpern zur Stabilisierung der Wirbelsäule (s. Diskektomie, ventrale).

Tendovaginitis stenosans - Schnellender Finger

Sehnengleitstörung der Hand. Die Beugesehne eines Fingers gleitet auf Grund von z.B. Verdickungen nicht mehr frei. Beim Beugen kommt es zum Schnellen oder Schnappen des Fingers.

Tennisellenbogen - Tennisarm

Beschwerden durch Entzündungen der Sehnen der seitlichen Unterarmmuskulatur.

TENS-Behandlung - Transkutane elektrische Nervenstimulation

Reizstromverfahren zur Schmerztherapie.

Ulnarisrinnensyndrom

Druckschädigung des Ulnarisnerven im Bereich des Ellbogengelenkes. Symptome sind z.B. Taubheitsgefühl, Kribbeln, Krallenhand.

Wir sind immer bestrebt, alle Begriffe und Verfahren genau zu erläutern.
Bitte sprechen Sie uns an, wenn Sie noch Informationen benötigen!